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Wasserkleid Tutorial

Teil 1 - Fotografische Arbeit

Lichtsetzung für das Grundfoto

Schauen wir uns das Original Ausgangsbild von Gisele Bündchen etwas genauer an.

Wie wir sehen können, gibt es keine Streiflichter woraus folgt, dass nur mit frontalem Hauptlicht gearbeitet wurde.

Um die Kontrastunterschiede zu erreichen muss ein möglichst gerichtetes Licht mit relativ kleinem Reflektor benutzt werden. Eine Softbox scheidet somit schon einmal aus. Ich benutzte 2 Standardreflektoren um diese harte Ausleuchtung zu erreichen. Blitz 1 wurde ca. 2 Meter vom Model entfernt platziert und strahlt von oben herab, um einen Schattenwurf unterhalb des Kopfes zu provozieren. Blitz 2 wurde auf Kniehöhe platziert und strahlt den unteren Teil des Körpers an, um den Lichtabfall des oberen Blitzes zu kompensieren.

Vermutlich hätte ein ähnlicher Effekt leichter durch ein Ringblitz realisiert werden können, jedoch hätten wir dann keinen Schlagschatten unterhalb des Kopfes.

waterdress Setup
  • 2 Standardreflektoren frontal ausgerichtet
  • möglichst grauer Hintergrund für die spätere Freistellung
  • RAW Modus
  • Blende 8 für große Tiefenschärfe
  • Aufnahmeposition auf ca 40 cm Höhe

Auf den Auslöser gedrückt und im besten Fall ist das Foto mit der gewünschten Pose im Kasten.

Lichtsetzung für Wasserelemente

Für das Wasser welches wir für das "waterdress" benutzen wollen müssen wir mehrere Vorlagen erstellen um auch Abwechslung zu garantieren
Wer genug Platz hat kann im besten Fall vor grauem Hintergrund spritzendes Wasser fotografieren. Um die Konturen des Wassers hervorzuheben, kann hier mit Streiflicht gearbeitet werden, jedoch muss bedacht werden, da eine Blitzsynchronzeit von 1/200 das Wasser unscharf darstellen kann. Besser ist die Sonne als natürliche Lichtquelle, die das Wasser von hinten beleuchtet und so Glanzpunkte entstehen lässt. Hier können wir auch nun mit einer hohen Verschlusszeit arbeiten um gestochen scharfes Wasser fotografieren zu können.

Teil 2 - Digitale Retusche

RAW Konvertierung und DRI

Weiter geht die Arbeit am Computer. Wir erstellen 3 verschieden belichtete Versionen unseres Fotos mithilfe des RAW Konverters. Version 1 wird normal belichtet geöffnet, Version 2 wird mit EV -1 belichtet und Version 3 wird mit EV +1 belichtet. Dies hilft uns den Kontrast mit möglichst wenig Qualitätsverlust zu erhöhen (DRI Verfahren).

Wir legen alle 3 Ebenen übereinander, wobei die normal belichtete Version ganz unten liegt und erstellen für die oberen beiden Ebenen jeweils eine Ebenen Maske, um im folgenden Schritt Helle und dunkle Partien, durch Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Ebenen Masken, des Körpers hervorzuheben.

Nach Gefallen des Ergebnisses reduzieren wir alle 3 Ebenen auf eine Ebene und widmen uns der Beautyretusche.

Beautyretusche

In diesem Schritt entfernen wir Hautunebenheiten wie Pickel, Beulen, Flecke etc.

Ich persönlich benutze hierfür das "Reparatur-Pinsel-Werkzeug" oder das "Ausbessern Werkzeug", um die eben angesprochenen Punkte herauszustempeln. Nach vollbrachter Arbeit können wir über den "Verflüssigen Filter" die Körperkontur anpassen, um z.B. das ein oder andere Pfund zu entfernen oder andere plastische Korrekturen vorzunehmen.

Um z.B. Lippenstift und Make-Up aufzutragen oder Wimpern zu verlängern, erstellen wir neue Ebenen und stellen den Ebenenmodus z.B. auf "weiches Licht", um die gewünschte Farbe auf benannten Stellen aufzutragen.

Freistellen

Nun folgt ein schwierigerer Bereich der Retusche, das Freistellen. Ich erledige so etwas mithilfe des "Zeichenstift Werkzeuges" um die Konturen des Körper nachzuzeichnen und den Pfad danach in eine Auswahl zu verwandeln, welcher um 1 Pixel verkleinert wurde und eine weiche Kante von 0,5 Pixel besitzt.
Haare können z.B. über eine nachträgliche "Farbbereich" Auswahl oder das "Kante verbessern" Werkzeug freigestellt werden. Es gibt viele Wege zum Ziel und ich habe nur meinen präferierten Weg aufgezeigt. Hierzu findet man im Netz viele weitere Informationen.

Nach der Freistellung, die wir möglichst über eine Ebenen Maske realisiert haben, widmen wir uns der eigentlichen Aufgabe - dem Wasserkleid.

Das Wasserkleid

Zuerst importieren wir die erstellen Wasser Foto in unser Grafikprogramm und fertigen dann Ebene für Ebene mit der gleichen Vorgangsweise ab, die da wäre:

grob die Wasserspritzer freistellen mit der Freistellungsvariante unserer Wahl und dann den Ebenenmodus auf "hartes Licht" ändern. Wenn das Wasser gut fotografiert wurde, reicht dies im besten Fall schon aus. Wichtig ist der graue Hintergrund der durch den Ebenenmodus eliminiert wird.

Wir erstellen nun eine Skizzen Ebene über unserer Ebene die das posierende Model enthält und malen mit dem Pinsel eine grobe Form des Kleides auf.
Danach können wir beginnen eine Wasserebene darüberzulegen und diese per "Verflüssigen Filter" an markante Teilabschnitte des Kleides anzupassen. Ich benutzte 5 verschiedene Abschnitte (Brust, Körper, Rock vorne sichtbar, Rock hinten rechts sichtbar und Rock hinten links sichtbar), welche jeweils mit einer angepassten Wasserform hinterlegt wurden. Hier muss sehr auf das Fein Tuning geachtet werden und kleine Details müssen mit dem "Verflüssigen Filter" bis ins kleinste Detail angepasst werden.

Nun erstellen wir verschiedene Wasserspritzer Ebenen und duplizieren diese und verteilen diese auf dem Kleid, bis wir einen realistischen Effekt erzielt haben. Dies erfordert viel Geduld und Rechenleistung des Computers, denn es ist durchaus möglich über 100 Wasserspritzer Ebenen zu erstellen, bis ein Realistischer Effekt vorhanden ist.

Wenn das Wasserkleid erstellt ist, können wir zusätzlich noch Schattenebenen erstellen, die einen Räumlichen Effekt hervorrufen können. Schattenflächen sind z.B. am Bein, unter dem Rock oder im Bereich der Brust.

Durch das Brechungsverhalten des Wasser müssen wir den Körper verzerren, um einen realistischen Effekt zu erzielen. Hier können wir einen einfachen und einen schweren Weg gehen. Entweder wir wenden den Filter "Glas" auf den Teil des Körpers unter dem Wasserkleid an, oder wir erstellen eine Graustufenebene und nehmen diese als Verschiebungsmatrix für den "versetzen" Filter, welcher eine realistischere Brechung darstellen würde.

Abschließend können wir noch einige Füllungsebenen erstellen, um etwaige dunkle Punkte des Wassers aufzuhellen oder abzudunklen. Somit wäre die grobe Beschreibung für das Wasserkleid abgeschlossen. Die ungefähre Arbeitszeit nur für das Kleid beträgt jedoch, auch für einen geübten Grafiker, ca. 6 Stunden bis das letze Detail stimmt.

Der Hintergrund

Beim Hintergrund sin natürlich gestalterische Freiheiten gelassen und es muss natürlich nicht der Originale etwas gewöhnungsbedürftige Hintergrund nachgestellt werden.

Wer doch diesen Effekt erstellen möchtte, der erstellt eine graue Ebene und legt einen radialen weissen Verlauf darüber. Dann wird der Boden mit einer weiteren grauen Ebene erstellt und es wird wieder der radiale Verlauf angewandt und per Schnittmaske auf die Fläche begrenzt.

Als letzes müssen wir einen Schattenwurf der Füße erzeugen, indem wir die Konturen des Fusses nachzeichnen und per "Gaußschen Weichzeichner" mehr Verlauf erzeugen. Den Schatten legen wir unter die Ebene mit dem posierenden Model und mit dem "Wischfinger" Werkzeug können wir nun den Schattenwurf noch beeinflussen und den Lichtabfall simulieren.

Wer auf Schrift steht kann natürlich noch seinen Namen, oder sonstiges auf dem Boden platzieren wie im Originalen Vorbild.

Zusammenfassung

  • DRI Bild erzeugen
  • Beautyretusche
  • ggf. verformen
  • freistellen
  • Wasservorlagen erstellen
  • Muster aufzeichnen
  • Wasser anpassen
  • Spritzer erstellen
  • Licht und Schatten
  • Hintergrund erstellen
  • ggf. Schrift erstellen

Viel Spass beim experimentieren!

Wasserkleid (waterdress) Endergebnis

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Es sind 6 Kommentare vorhanden

27.08.2014 um 16:29 Uhr

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26.08.2014 um 04:43 Uhr

Pharmd29

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21.08.2014 um 13:07 Uhr

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02.09.2011 um 00:15 Uhr

Smithe543

das ist cooool

03.02.2011 um 22:31 Uhr

eXypt

Klasse Anleitung - vielen DANK !

Uhr