Weicher Übergang über den Fotos der Galerie von Niels Wagner - Fotograf Kiel
Button für vorherige Fotos von Niels Wagner - Fotograf Kiel
Button für weitere Fotos von Niels Wagner - Fotograf Kiel
Weicher Übergang über den Fotos der Galerie von Niels Wagner - Fotograf Kiel

Canon EF 24-70 2,8 L Review

Teil 1 Infos

Objektiv Eigenschaften

  • Anzahl Linsen: 16
  • Anzahl Gruppen: 13
  • Brennweite: 24 - 70 mm
  • Zoomfaktor: 2,9-fach
  • Bildwinkel horizontal: 74°
  • Bildwinkel vertikal: 29°
  • Tilt/Shift-Funktion: nein
  • Lichtstärke: 2,8
  • Kleinste Blendenöffnung: 22
  • Naheinstellgrenze: 380 mm
  • Abbildungsmaßstab: 1 : 3,45
  • Bildstabilisator: nein
  • Anzahl Blendenlamellen: 8
  • Autofokus: ja
  • Ultraschallmotor: ja
  • Innenfokussierung: ja
  • Asphärische Linse(n): ja
  • ED-Linse(n): ja
  • Apochromat: nein
  • Gewicht: 950 g
  • Länge: 123 mm
  • Durchmesser: 83 mm
  • Filtergewinde: 77 mm
  • Stativschelle: nein

Fotos

Teil 2 - Erfahrungsbericht

Einleitung

Das Canon EF 24-70mm f/2.8 USM L ist ein professionelles Objektiv für den Allround Nutzer mit einer Vollformat Kamera. Hier ist es ein Standard-Zoom-Objektiv welches von leichten Ultra Weitwinkel bishin zu einem leichten Telebereich reicht. An einer APS-C Kamera deckt es einen äquivalenten Brennweitenbereich von 38-112mm ab.

Die Verarbeitungsqualität des 24-70 L ist dank einer soliden Metall Legierung und einer Reihe von hochwertigen Kunststoffteilen nahezu unverwüstlich und ist auch unter widrigen Umständen einsatzfähig. Das Objektiv ist für den Einsatz in rauen Bedingungen durch Dichtungen, gegen Staub und Feuchtigkeit zu geschützt.

Durch einen Ring USM AF Motor fokussiert das Objektiv außerordentlich schnell und leise. Die volle manuelle Bedienbarkeit bleibt durch den Ring USM erhalten. Die minimale Entfernung zum Objekt ist mit 38cm angegeben, welches durchaus als makrofähig zu bezeichnen ist. Jedoch ist der Vergrößerungsmaßstab nicht mit einem richtigen Makro Objektiv zu vergleichen.

Anders als bei den meisten anderen Objektiven besitzt das 24-70 L einen umgekehrten AF. Dies bedeutet, dass bei einer Brennweite von 24mm der Tubus voll ausgefahren ist und bei maximaler Brennweite die geringste Länge vorhanden ist. Der Zoomring wird hierbei jedoch in der gewohnten Richtung gedreht. Dies ist besonders sinnvoll, da dadurch die Gegenlichtblende immer einen maximalen Schutz vor Streiflicht bietet, da bei Brennweitenveränderung auch der optimale Winkel der Gegenlichtblende angepasst wird. Das vorderste Linsenglied bleibt bei Fokussierung natürlich statisch, um so den Gebrauch eines Polfilters zu erleichtern.

Vignettierung

Im Praxisgebrauch ist eine Vignettierung bei Offenblende an den Rändern weniger ausgeprägt als bei günstigernen Objektiven. Die stärkste Vigenttierung zeigt das Objektiv bei 24mm und bei Offenblende. Abblenden auf f4 hilft hier schon sehr stark. Ähnlich wenn auch nicht ganz so stark, zeigt es sich auch bei Brennweiten wie 50mm und 70mm. Abgeblendet mit f5,6 ist eine Vignettierung so gut wie nicht mehr auszumachen.

Verzeichnungen

Überdurchschnittlich gut schlägt sich das 24-70 L in der Kategorie Verzeichnungen. Objektive dieser Klasse weisen häufig eine starke tonnenförmige Verzeichnung im Weitwinkel auf. Hier liegt das 24-70 L mit einer recht geringen Verzeichnung z.b. auch deutlich vor seinem kleinen Bruder dem 24-105 L. Im mittleren Brennweitenbereich bei 35-50mm weist das Objetiv wenig Verzeichnungen auf und wäre dort vorzüglich für Architektur Fotografie geeignet. Bei 70mm zeigt sich eine leicht kissenförmige Verzeichnung, die jedoch trotzdem noch recht gering ausfällt.

Chromatische Aberrationen

Laterale chromatische Aberrationen zeigt das Objektiv in sehr geringem Maße und im subjektiven Vergleich eine zu vernachlässigende CA von geschätzt 1 Pixel am Bildrand Dieser Wert zeigt sich bei allen Brennweiten und durch jede Blendenreihe weg. Durch die Nachbearbeitung im RAW Konverter lassen sich diese optischen Fehler nahezu komplett entfernen.

Auflösung

Der Ruf eines Ostereis haftet an diesem Objektiv. Man weiß nie was man bekommt. Anhand von anderen Reviews kann dies nicht abgestritten werden, jedoch kann ich wohl behaupten, dass ich ein gutes Exemplar erwischt habe.

Die Schärfe nimmt generell, wie bei den meisten Objektiven, durch Abblenden zu. Das 24-70 L zeigt jedoch besonders bei Offenblende f2,8 ein weiches Ergebnis. Diese Unschärfe zeigt sich in der Bildmitte, wie auch am Bildrand und verschafft dem Objektiv an einer APS-C Kamera montiert, so nur einen geringe Qualitätsgewinn. Am Vollformat bringt ein Abblenden auf Blende f4 schon einen starken Qualitätsgewinn.

Die besten Ergebnisse erzielt das 24-70 L bei Blendenwerten zwischen f5,6 und f8 im mittleren Brennweitenbereich.

Abbildungsleistung bei 24mm

100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L

Abbildungsleistung bei 70mm

100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L 100% Crop 24-70 L

Fazit

Auch wenn das 24-70 L erst recht kurz in meinem Besitz ist, möchte ich es nun nicht mehr weggeben! Eine konstante Blende von f2,8 sowie gute optische Leistungen machen es zu meinem Favorit aller Standard Zooms. Zu guter letzt ist natürlich auch der haptische Aspekt nicht zu vernachlässigen, denn diese Linse liegt unglaublich gut in der Hand und ist sehr ausbalanciert. Oft gibt es beschwerden von Nutzern bezüglich des Gewichtes, jedoch finde ich persönlich, dass dadurch eine ruhiger Haltung möglich ist. Der Auto Fokus ist rasend schnell und für die Einsätze als People Fotograf mehr als ausreichend. Richtig in Hochform kommt dieses Objektiv sicherlich erst mit einem 1er Modell und dessen hochperformanten AF System. Einzig der hohe Preis kann den Käufer zum Nachdenken bewegen, denn ein Neupreis von über 1000 Euro ist bei manchem eine Hemmschwelle, die jedoch nach dem Kauf schnell vergessen ist.

Vorausgesetzt man hat ein gutes Exemplar erwischt, welches eine hohe Auflösung aufweist, dann weiß diese Linse schwer zu beeindrucken und lässt wenig Wünsche offen...wahrlich ein IS wäre im Nachfolger sicher ein tolles Upgrade.

Kommentar abgeben



Es sind 0 Kommentare vorhanden